Beim Qi Gong gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Stile und Arten, Übungsreihen und Formen. Es gibt Übungen im Stehen, Gehen, Sitzen und Liegen, Übungen in der Bewegung und Übungen in der Stille. Grundlage jeder Technik ist das Zusammenwirken bewusster Atmung, Bewegung und gelenkter Vorstellungskraft, wobei das Verhältnis dieser drei Elemente unterschiedlich sein kann. Es gibt auch Übungen, die äußerlich völlig regungslos verlaufen.

3 Arten

Das innere Qi Gong wird auch stilles Qi Gong genannt und ist gekennzeichnet durch Übungen, bei denen die Vorstellungskraft das Qi im Inneren des Körpers lenkt. Dabei findet kaum Bewegung statt. Vergleichbar ist das innere Qi Gong mit dem Autogenen Training, bei dem Wärme oder körperliche Schwere über die Vorstellungskraft in bestimmte Körperteile gelenkt werden. Beim stillen Qi Gong werden Energieverläufe über die Mediane bzw. über den so genannten kleinen oder großen Energiekreislauf visualisiert und die inneren Organe angesprochen. Dabei ist die Vorstellung von Licht, Wärme und Energie bzw. Qi vorherrschend. Das stille Qi Gong kann innere Ruhe und ein inneres Wohlgefühl auslösen.

Das äußere Qi Gong wird auch bewegtes Qi Gong genannt. Es ist mit festgelegten und langsam durchgeführten Bewegungsabläufen verbunden, die in etwa mit gymnastischen Übungen vergleichbar sind. Allerdings besteht ein wesentlicher Unterschied: Zwar kann durch bewegtes Qi Gong der gesamte Bewegungsapparat mobilisiert und besser durchblutet werden. Grundlegend anders aber ist der Einsatz der Vorstellungskraft, die den Energiefluss im Körper bewegt. Durch die Übung öffnet sich der Energiekörper des Menschen und sammelt Qi an, das ja durch die Qi Gong-Übung von außen aufgenommen werden soll. Dieses gute (äußere) Qi wird dann in einem kugelförmigen Zentrum in der Mitte des Unterbauches - Dantien genannt - gesammelt. So kann ein Mensch über diese Übungen sein Qi stärken. Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Übungen, die dem äußeren Qi Gong zugeordnet werden, z. B. die bekannten 8 wertvollen Brokatübungen, die 18 Harmonieübungen oder das Duft-Qigong.

Das Qi Gong der Lebenspflege als 3. Art ist in seiner Zielsetzung ausgerichtet auf die Einstellung zum Leben und auf die Art der Lebensführung. Dabei werden so grundlegende Faktoren  wie ausreichender Schlaf, einfache und gesunde Ernährung und Mäßigung von Bedürfnissen angesprochen. Gerade diese einfachen Dinge sind in einer Zeit, die durch Hektik, Überfluss und Leistungsdenken geprägt ist, sehr schwer umzusetzen. Mäßigung beim Essen und Trinken, ruhiger und klarer Geist, "Entschleunigung" im Alltag sind unpopulär und nicht immer einfach zu bewerkstelligen. Die Entscheidung, langsamer zu fahren oder zu Fuß zu gehen ist dann eine bewusste Entscheidung. Die Übungen des Lebenspflege-Qi Gong, sind langsame, meditative Übungen. Sie helfen, eine lebensbejahende Grundeinstellung zu entwickeln. Unruhe- und Stressfaktoren können so schon im Vorfeld "entschärft" werden. Geist und Herz werden ruhig und klar. Doch nicht jede Übung ist für jeden Menschen geeignet. (s. äußeres Qi Gong). Deshalb sollte die Wirkung im Einzelfall konkret beobachtet werden. Bei den Kampfkünsten werden die Übungen des bewegten Qi Gong eingesetzt zur Stärkung, Mobilisierung, Dehnung, Lockerung und verbesserten Koordination des Körpers.

Beim medizinischen Qi-Gong schaut man deshalb gezielt, welche Übungen für den Betroffenen am geeignetsten sind, um sein Gleichgewicht wieder herzustellen. Qi Gong wirkt auf der körperlichen, geistigen und seelischen Ebene. Es fördert die Gesundheit und kann Heilungsprozesse positiv beeinflussen. Durch die bewusste Atmung (Qi = Atem, Lebensenergie) wird vermehrt Lebensenergie aufgenommen und durch den Körper geleitet. Am häufigsten wird Qi Gong heute zur Gesunderhaltung und Förderung des Wohlbefindens praktiziert. Die Effekte, die eine regelmäßige Qi Gong Praxis haben kann, können individuell sehr unterschiedlich wahrgenommen werden. Sie variieren zwischen einem Gefühl von innerer Ruhe und Ausgeglichenheit und einem Sinn von allgemeinem Wohlbefinden.


Medizinisches Qi Gong

„Qi“ (sprich Tschi) ist Chinesisch und bedeutet „Lebensenergie“, die Kraft, die alles durchströmt – auch jeden Menschen. „Gong“ bedeutet so viel wie die Energie im Körper üben lassen. Bei diesem Training wirken drei Elemente zusammen: bestimmte Techniken des Atmens, unsere Vorstellungskraft sowie spezielle Bewegungsabläufe. Dadurch lässt sich der Körper im Gleichgewicht halten oder eine verlorene Balance wiederherstellen, also heilende Wirkung entfalten.

„Wer sich nur bewegt, macht Gymnastik, und wer sich allein auf den Atem konzentriert, macht Atemtherapie“, erklärt die Berliner Ärztin Qi Duan Li. Sie weiß, worauf es beim Training dieser besonderen Art ankommt. Qi Gong ist ein Bereich der traditionellen chinesischen Medizin (TCM), die außerdem noch Akupunktur, Akupressur, Tuina-Massage, Ernährungslehre und Kräuterheilkunde umfasst. Mit diesen unterschiedlichen Methoden versuchen TCM-Ärzte, dem Ungleichgewicht der Lebensenergie auf die Spur zu kommen und es auszugleichen.
Unsichtbar fließt diese Energie durch bestimmte Bahnen im Körper, die so genannten Meridiane. Ein Übermaß an Qi kann nach östlicher Vorstellung ebenso wie fehlende oder blockierte Energie zum Auslöser einer Krankheit werden.
Medizinisches Qi Gong gehört zur Grundstufe, was jedoch nicht bedeutet, dass die einzelnen Übungen ein niedrigeres Niveau besitzen. „Vielmehr sind es leichte, einfache Bewegungen, die gezielt vor allem chronische Erkrankungen lindern und heilen sollen“, erklärt die Expertin Li. (TCM-Ärztin) Das gilt zum Beispiel für Kopfschmerzen, Erschöpfungszustände, nervöse Störungen, Rückenbeschwerden oder Schlaflosigkeit. 
Auch bei zahlreichen Arten von Frauenleiden hat es sich bewährt. Die Psyche beeinflusst Qi Gong ebenfalls positiv. Und nicht zuletzt gibt es das besondere Guolin-Qi Gong, das in China offiziell als Heilmethode bei Krebs anerkannt ist.

Wenn Qi Gong nicht im Stehen geübt werden, sind ähnliche Übungen im Sitzen oder Liegen mit gleicher Wirkung zu erzielen“, Allerdings sollten Betroffene zunächst unter fachlicher Anleitung in Einzel- oder Gruppenunterricht lernen, um keine Fehler zu machen. Denn um das Qi im Körper zu spüren, braucht man Erfahrung und ein gewisses Gefühl dafür. Nach einiger Zeit sind die Übenden in der Lage, Qi Gong selbständig und regelmäßig zu Hause durchzuführen.

Quelle: http://www.apotheken-umschau.de/Wellness/Medizinisches-Qigong-Unsichtbare-Energie-10602.html


Qi Gong 1 (Einsteiger / Fortgeschrittene)

Wirkt entgiftend, stärkt die Gesundheit und fördert den Energiefluss im Körper.
Offener Kurs für Einsteiger oder Geübte.

Der Kurs erfolgt nach Terminabsprache an verschiedenen Wochentagen und Übungsorten.
Neu: Auch im DRK Krankenhaus Lichtenstein.
Preise variieren je nach Übungsort - bitte informieren Sie sich.

Qi Gong 2 (Einzeltraining)

Dient vor allem dem Sammeln von frischer positiver Energie aus der Natur.
Indikationsspezifische Übungsanleitung je nach Beschwerdebild des Klienten.

Der Kurs erfolgt nach Terminabsprache an verschiedenen Wochentagen und Übungsorten.
Ein vorheriges Erstgespräch ist Voraussetzung


Dauer: 45 min.30,- €


Dauer: 60 min40,- €



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